Anatomie

Handgelenk-Anatomie einfach erklärt

Handgelenk-Anatomie für dein Testat: knöcherner Aufbau, Bandapparat und Bewegungsachsen kompakt und verständlich erklärt.
Anatomedic Redaktion 1 Min. Lesezeit

Knöcherner Aufbau des Handgelenks

Das Handgelenk besteht funktionell aus zwei Etagen: dem radiokarpalen Gelenk zwischen Speiche und proximaler Handwurzelreihe (Kahnbein, Mondbein, Dreiecksbein) sowie dem mediokarpalen Gelenk zwischen proximaler und distaler Handwurzelreihe (Trapezbein, Trapezoid, Kopfbein, Hakenbein). Die Elle ist über den discus articularis vom eigentlichen Handgelenk getrennt.

Bandapparat und Stabilität

Extrinsische Bänder wie die palmaren und dorsalen radiokarpalen Bänder verbinden Unterarmknochen und Handwurzel, während intrinsische Bänder wie das skapholunäre Band die Handwurzelknochen untereinander stabilisieren. Der Discus triangularis (TFCC) sichert zusätzlich die ulnare Seite des Gelenks.

Klinische Relevanz fürs Testat

Häufig geprüft wird die Skaphoidfraktur nach Sturz auf die ausgestreckte Hand, da das Kahnbein aufgrund seiner Durchblutungssituation besonders frakturgefährdet und heilungsverzögert ist. Auch TFCC-Läsionen und die Bewegungsachsen (Flexion/Extension, Radial-/Ulnarduktion) werden gerne abgefragt.

Bewegungsachsen im Detail

Im Handgelenk sind zwei Hauptbewegungsachsen relevant: Um die transversale (radioulnare) Achse finden Palmarflexion und Dorsalextension statt, um eine zweite Achse die Radial- und Ulnarabduktion. Beide Bewegungen entstehen durch das Zusammenspiel von radiokarpalem und mediokarpalem Gelenk, nicht durch eines der beiden allein.

Die Handwurzelknochen im Überblick

Die acht Handwurzelknochen gliedern sich in zwei Reihen: proximal liegen Kahnbein (Os scaphoideum), Mondbein (Os lunatum), Dreiecksbein (Os triquetrum) und Erbsenbein (Os pisiforme), distal folgen großes und kleines Vieleckbein (Os trapezium, Os trapezoideum), Kopfbein (Os capitatum) und Hakenbein (Os hamatum). Erst die proximale Reihe bildet zusammen mit der Speiche das eigentliche Handgelenk, während die distale Reihe die Verbindung zur Mittelhand herstellt.

Quellen

DocCheck Flexikon: Handgelenk · DocCheck Flexikon: Handwurzelknochen

Fazit

Zum Wiederholen und Ertasten der Strukturen hilft ein anatomisches Modell – einen Überblick über unser Sortiment findest du in den Anatomiemodellen. Mehr Lernstrategien fürs Testat liest du in unserem Artikel Anatomie-Testat: So lernst du effizient.

Anatomedic Redaktion

Praxisnahe und sorgfältig aufbereitete Lerninhalte von Medizinstudierenden für Medizinstudierende.

Bereit, dein Wissen praktisch anzuwenden?

Entdecke passende Lern- und Trainingsprodukte von Anatomedic.

Produkte entdecken